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Stadt Hohen Neuendorf
Oranienburger Str. 2
16540 Hohen Neuendorf

Tel.: 03303 528-0

Hohen Neuendorf
Borgsdorf
Bergfelde
Stolpe
Die Urkunde Die ersten Lehrerinnen " Böse Mädchen " Das Krankenhaus
Der 17. Juni 1953 Der Mauerbau Die S-Bahn






Geschichte


Hohen Neuendorf

Kirche von Hohen Neuendorf
In einer Urkunde, datiert vom 23. Juni 1349, erhalten einige Gefolgsleute des Fürsten Albrecht von Anhalt und des Herzogs Rudolph d.J. von Sachsen u.a. die Dörfer nygendorp (Hohen Neuendorf) und berchholtz (Bergfelde) zur Nutzung überschrieben. Es ist die wahrscheinlich erste urkundliche Erwähnung der Orte. 1375 wird Hohen Neuendorf als zugehörig zum Rittergut Birkenwerder bezeichnet. Nach mehreren Wechseln kauft die Berliner Ratsfamilie Wins die Dörfer. Über vier Generationen halten sie diesen Besitz, ehe sie ihn1624 überschuldet verkaufen müssen.

Nach dem 30jährigen Krieg erwirbt der Kurfürst Friedrich Wilhelm Hohen Neuendorf zusammen mit Borgsdorf und Bergfelde und schenkt ihn seiner Frau, Luise Henriette von Oranien. Mit der Inbetriebnahme der Nordbahn 1877 bauen am Haltepunkt Stolpe, ungefähr am heutigen Kreisverkehr, Berliner die ersten Häuser. Sie wählen die Bezeichnung ,Colonie Waldeshöh’ und haben in den ersten Jahren nur eine lose Verbindung zum eigentlichen Dorf.

Durch die rege Bautätigkeit zwischen 1890 und 1904 steigt die Bevölkerungszahl von 323 auf 1600. Am 1. Oktober 1904 wird Hohen Neuendorf eine eigene Gemeinde.1909 entsteht die evangelische Kirche an der Berliner Straße. Als zweite Höhendominante wird nach den Entwürfen des Architekten Albert Gottheiner 1912/14 der 45 m hohe Wasserturm errichtet. 1920 beginnt die Bebauung der Niederheide, ab 1934 die der Osramsiedlung. Das Rathaus wird im August 1936 eingeweiht, gleichzeitig erhält die Gemeinde Wappen und Flagge. Radikal ändert sich das Aussehen des historischen Ortskerns 1953/54 durch den Bahnbau des Berliner Außenringes.

Am 13. August 1961 wird Hohen Neuendorf Grenzgebiet und bleibt es bis zur Nacht vom 9. November zum 10. November 1989. Es vergehen noch ein paar Monate ehe am 17. Februar 1990 mit einem großen Volksfest die Öffnung der B 96 gefeiert werden kann. Die S-Bahn fährt im Mai 1992 wieder von Hohen Neuendorf nach Berlin-Frohnau. Nach Abschluß der Kommunalwahlen 1993 bilden die ehemals selbständigen Gemeinden Bergfelde, Borgsdorf und Hohen Neuendorf die Großgemeinde Hohen Neuendorf. Sowohl die wirtschaftliche als auch die Entwicklung zum attraktiven Wohnstandort ging in den verflossenen Jahren zügig voran.



Tankstelle Ortseingang Hohen Neuendorf Auf historischem Boden steht die Tankstelle unmittelbar am Ortseingang von Hohen Neuendorf. Hier befand sich bis 1925 der Haltepunkt Stolpe der Nordbahn mit der die Entwicklung vom Dorf zu einer Gartengemeinde begann.
Am 17.Februar 1990 wurde hier an der Bundesstraße 96 die Grenze nach Berlin-Frohnau geöffnet.



Zeittafel zur bau-und siedlungsgeschichtlichen Entwicklung

1349 Erste urkundliche Erwähnung
1375 In Hohen Neuendorf befinden sich 8 Bauernwirtschaften (Angerdorf). Eigentümer ist die Witwe des Johann von Buch.
1504 Fam.Wins (ehem. Bürgermeister v. Berlin) wird Eigentümer von Hohen Neuendorf.
1624 In Hohen Neuendorf leben 76 Einwohner.
1653 Henriette von Oranien, die Gemahlin des Großen Kurfürsten, erwirbt Hohen Neuendorf.
1775 Grenzstreit mit den Bauern von Birkenwerder im Bereich Grundsee und Briese.
1799 Erste Erwähnung des Dorfkruges.
1806 113 Einwohner (Einquartierung von französischen Truppen).
1839 Bau der Chaussee Berlin - Oranienburg
1848 180 Einwohner zählt Hohen Neuendorf.
1872-77 Bau der Nordbahn von Berlin nach Neustrelitz (erster Zug am 10.7.1877)
1888 210 Einwohner; die Strecke nach Oranienburg wird zweigleisig.
1895 813 Einwohner und Entstehung der Colonie Waldeshöh
1898 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr (4. Juni)
1902 1.400 Einwohner; Bau der Schule (1.Hälfte)
1909 2.442 Einwohner; Einweihung der evang. Kirche
1912/14 Bau des Wasserturms durch den Architekten Gottheiner im Spätjugendstil projektiert und in Stahlbeton ausgeführt.
1920 Entstehung der Siedlung Niederheide
1924 5.287 Einwohner; Bau des S-Bahnhofes.
1934 Entstehung der Osramsiedlung
1936 8.400 Einwohner; Einweihung des Rathauses am 16.8.1936.
1945 9.353 Einwohner; die Jugendherberge an der Havel wird zum Krankenhaus umgebaut.
1954 11.200 Einwohner; Bau der Berliner Ringbahn bis Potsdam.
1984 Bau von zwei neuen Schulen mit je 20 Klassen in Montagebauweise.
1990 17.2., Öffnung der B 96 zwischen Berlin-Frohnau und Hohen Neuendorf
1992 Bau der Ortskanalisation in der Stolper Straße
1992 Wiedereröffnung der S-Bahn-Strecke Hohen Neuendorf nach Berlin-Frohnau
1992 Vertrag wird unterzeichnet, der die Verwaltungen der Gemeinden Bergfelde, Borgsdorf und Hohen Neuendorf im Rathaus Hohen Neuendorf zusammenführt